20 Jahre Integration durch Sport und Kampfsport mittendrin
von Eva-Marijke Thesing am 17. Dezember 2009Langsam muss sich der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen Dr. Ingo Wolf wundern – eine Woche nach dem Sport- und Spielfest zum Projekt “schwermobil”. Allein die Begrüßung des Innenministers bei seinem Grußwort zur Veranstaltung “20 Jahre Integration durch SPort”, als er die neue NWJV-Integrationsbotschafterin Miryam Roper-Yearwood mit “Eure Exzellenz” begrüßte, macht es deutlich: Kampfsport hat eine herausragende Position in der Integrationsarbeit im Sport.
20 Jahre nun gibt es das Programm des DOSB “Integration durch Sport”, und der Vortrag von Prof. Dr. Ulrike Burmann von der Technischen Universität Dortmund stellt nochmal klar, die ‘Kampfsportarten stehen ganz hoch im Kurs bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Der Überblick über die angemeldeten Integrationsgruppen beim LSB zeigen, dass die Kampfsportarten (Boxen, Ringen, asiatischer Kampfsport) zusammen genommen sogar den Fußball überbieten.
Auf die Frage der WDR-Moderatorin, was denn am Judo so besonders wäre, antwortete die NWJV-Integrationsbotschafterin Miryam Roper: “Judo kommt ja aus Japan und ist ja selbst schon eine integrierte Sportart. Die Sprache im Judotraining und auch bei den anderen Budosportarten ist japanisch. Das ist dann für alle Kinder gleich. Alle müssen gemeinsam neue Begriffe in einer anderen Sprache lernen. Darüber hinaus haben die asiatischen Kampfsportarten besondere Werte wie Höflichkeit und Respekt, die eine gute Hilfe sind und Kampfsport ist in der ganzen Welt verbreitet, z.B. haben viele osteuropäische Länder Sportarten, die dem Judo ähnlich sind. Diese Sportarten sind in diesen Ländern Volkssport. Und Judo ist auch ziemlich verbreitet, bei Olympischen Spielen nehmen so 60 bis 70 Länder teil, das ist nicht in allen Sportarten so.”
Der NWJV hat eine Integrationsbotschafterin
Das Präsidium des Nordrhein-Westfälischen Judo-Verbandes hat Miryam Roper-Yearwood zur Integrationsbotschafterin des Judo-Verbandes berufen. die 27-jährige Nationalkämpferin vom TSV Bayer 04 Leverkusen will sich für das Programm “Integration durch Sport” im Judo einsetzen. Ihr Vater, der aus Panama stammt und Karate-Kämpfer war, wollte, dass seine Kinder auch einen Kampfsport erlernen. mit der deutschen Mutter wurde dann Judo ausgesucht, den “Mimi”, wie sie von ihren Freunden genannt wird, seit dem 6. Lebensjahr ausübt. Sie sagt selbst, dass sie dem Programm “Integration durch Sport” im Judo “ein Gesicht geben will, und dass Integration eine ganz wichtige Aufgabe im Sport ist.” (Erik Goertz, Jugendbildungsreferent NWJV in der budokan, 12/2009)
Anerkannte Stützpunktvereine “Integration durch Sport” mit Budoabteilungen:
- AKS Rheinhausen-Hochemmerich – Wushu
- ASC Ratingen West – Judo, Karate
- ASV Senden – Karate
- Budo Siegen – Taekwon-Do
- SSF Bonn – Judo, Ju-Jutsu, Jiu-Jitsu, Karate
- SV Rhenania Hamborn – Taekwon-Do
- Tae Kwon Do Club Neuss – Taekwon-Do
- TSV Hertha Walheim – Judo
- TSV Hochdahl – Judo
- TV 1875 Paderborn – Judo, Ju-Jutsu
- TV Asberg – Kung Fu
- TV Einigkeit Dortmund Barop
- TV Jahn Rheine – Judo, Karate
- Wushu Sportclub Senden – Wushu
2010 “Budo integriert”
Kooperation mit dem KSB Rhein-Erft
Der Dachverband für Budotechniken möchte sich 2010 dem Thema “Integration durch Sport” verstärkt stellen. Den Auftakt macht im Rahmen des Verbundsystems eine Kooperation mit dem KSB Rhein-Erft im Januar 2010 unter dem Motto “Budo integriert – Budo hat Zukunft”, bei dem alle Kampfsportvereine des Rhein-Erft-Kreises zu einem Treffen eingeladen werden. Die Vereine sollen über ihre Erfahrungen berichten und es soll eine gemeinsame Strategie mit dem KSB Rhein-Erft zurIntegrationsarbeit entwickelt werden.” Der LandesSportBund unterstützt diese Kooperation, da sie zeigen kann, wie Kooperationen zwischen Fachverbänden und SSB/KSB zukünftig aussehen könnten. (der budokan, 12/2009)
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“Sport hilft bei der Integration
RHEIN-ERFT-KREIS. Die Kommunen im Rhein-Erft-Kreis unternehmen große Anstrengungen, um ausländische Mitbürger zu integrieren. Dabei werde allerdings häufig ein probates Mittel vergessen, sagt der Vorsitzende des Kreissportbundes (KSB), Harald Dudzus: ” Sie lassen den Sport außer Acht.” In keinem anderen Bereich aber könne man Menschen aller Altersklassen und Nationalitäten so schnell einbinden.” (…) (Manfred Funken, “Sport hilft bei der Integration” in Kölnische Rundschau, 26.01.2010)
Vollständiger Artikel unter: http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1264185817376.shtml
“Sport als Motor der Integration
Langzeitarbeitslose sollen in einem Projekt des Kreissportbundes zu Übungsleitern ausgebildet werden. Außerdem soll der Vereinssport verstärkt zu integrativen Zwecken genutzt werden.” (…) (Valerie Pütz und Norbert Kurth, “Sport als Motor der Integration” in Kölner Stadt-Anzeiger, 25.01.2010)
Vollständiger Artikel unter: http://www.ksta.de/html/artikel/1264185771760.shtml
18. Dezember 2009 um 18:55
danke für dein Engagement in diesem Jahr und frohe Weihnachten Norbert