Zwei Gruppen aus NRW besuchten Japan
von Erik G am 12. August 2009
Im Rahmen des deutsch-japanischen Simultanaustausches zwischen der Deutschen Sportjugend und der Japan Junior Sportsclub Association besuchten in diesem Jahr zwei Judo-Gruppen aus Nordrhein-Westfalen Japan.
Der 1. JC Mönchengladbach vertrat hierbei die Judo-Jugend im Deutschen Judo-Bund, eine Gruppe vom Nordrhein-Westfälischen Judo-Verband nahm über die Sportjugend Nordrhein-Westfalen teil. Katharin Dziuba (Gruppe 1. JC Mönchengladbach) schilderte ihre Eindrücke aus Utsunomiya: „Wir waren in der ersten Woche in Yamanashi und haben viele tolle Sachen erlebt, wie die Trainingseinheiten beim Karate, Kendo, Sumo und natürlich Judo. Ebenso haben wir an einem Sommerfest und einer traditionellen Teezeremonie teilgenommen, auch wenn es nicht jedem geschmeckt hat, dafür kamen wir aber in die japanische Zeitung und haben so auf den Austausch aufmerksam gemacht. Wir haben auch mit der dortigen Sportjugend Bowling und Tauziehen praktiziert und den Fuji-jama mit großer Begeisterung bestiegen. Wie man sieht! Für sieben Tage war dies ein sehr volles, aber interessantes und abwechslungsreiches Programm.“ 
Moritz Belmann berichtet vom Aufenthalt der Gruppe der Sportjugend NRW in Japan: „In der Präfekturhauptstadt Nagasaki haben wir das Atombombenmuseum besucht. Die Bilder und die Exponate waren erschreckend. Uns ging die Ausstellung allen unter die Haut. Ein tolles Erlebnis hatten wir beim Bogenschießen mit den Oberschülern der Omra High School. Die Technik zu erlernen war anspruchsvoll, hat uns allen aber viel Spaß gemacht. Auch ins japanische Fernsehen und die japanische Zeitung haben wir es geschafft. Mit einem Bad im japanischen Meer kühlten wir uns ab und zeigten den begeisterten kleinen Japanern einige Judotechniken in der Brandung. Nach dem Verzehren einer typisch japanischen Lunchbox machten wir uns dann daran, das Wasser mit Jetskis, Motorbooten und einem Bananenboot unsicher zu machen. 
Nach fast zwei Wochen durfte unsere Gruppe an einem Judotraining der High School aus Omuta teilnehmen. Wir wurden herzlichst aufgenommen und in das Training integriert. Dabei waren die jugendlichen Japaner sehr überrascht wie selbstverständlich wir das Wettkampftraining absolvierten und das bei 40 Grad Celsius in der Halle. Besonders im Randori staunten die Schüler nicht schlecht, wenn es einem aus unserer Gruppe gelang einen Japaner zu Fall zu bringen. In unserer letzten Station Minamata in der Präfektur Komamoto hatten wir die Ehre, in einer sehr alten Dampflokomotive mitfahren zu dürfen. Diese brachte uns zu einer Stadt mitten in den Bergen Kyushos. Auf einem handgefertigten Kanu ließen wir uns dann auf einem Fluss wieder Richtung Meer treiben. Nach diesem Abenteuerritt wartete auf uns ein Besuch einer Höhle. So bahnten wir uns einen Weg durch die verschiedenen Gänge, vorbei an wunderschönen Stalagtiten und Stalagmiten. Wir erlebten so die ganze Schönheit der hiesigen Natur, die etwas an den deutschen Schwarzwald oder ans Erzgebirge erinnert, hautnah.“

12. August 2009 um 12:39
Hallo Erik ich finde es klasse so mal über den Tellerrand schauen zu können und zu sehen, was alles so “Im Sport ist mehr drin” passiert, danke und schönen Tag Norbert