Ist Olympia noch zeitgemäß???
von Mo am 09. Februar 2010
Noch wenige Tage, dann geht
es los. Dann starten die olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver und Whistler.
Doch nun mehren sich auch die Stimmen, die sich gegen Olympia stellen. Da stellt sich die Frage: “Ist Olympia noch zeitgemäß???”.
Wenn man mal die warm anhaltenden Temperaturen außer Acht lässt, sind es besonders die Finanzen, die von den Olympiagegnern angegriffen werden. Gerade in Zeiten von einer Finanzkrise könne eine Stadt beziehungsweise ein Staat keine 1,67 Milliarden US-Dollar ausschließlich für Sportstätten ausgeben. Dazu kämen ja auch noch die Ausgaben für die Infrastruktur. Es gebe Punkte die wichtiger seien als die Prunkstätten für Olympia.
Sicherlich kann man dies nicht abweisen. In jeder Stadt der Größe von Vancouver gibt es Obdachlose beziehungsweise Viertel in denen ärmere Leute leben müssen. Kann dieses Faktum also gegen Olympia verwendet werden??? Ich denke nicht . Denn Olympia zielt nicht auf Prunkstätten deren Ausmaßen alles bisherige übertreffen. Viel wichtiger ist die olympische Idee und die Atmosphäre in die, die Stadt, das Land und die Welt gehüllt wird. Leider hat sich seit den Spielen von Atlanta 1996 besonders in der sommerolympischen Bewegung der Kommerz beziehungsweise die äußere Präsenz immer mehr in den Vordergrund gedrängt. Immer neuere Stadien wurden für Unsummen gebaut und sollten das Selbstbewusstsein des jeweiligen Landes wieder spiegeln. In Peking gipfelte diese Bewegung mit dem Bau des modernsten Sportkomplexes der Welt – dem Olympic Green Beijing.
Das Problem dieser Entwicklung ist die nachhaltige Nutzung. Ob Athen, Turin oder Peking, die Städte haben das Problem ihre Sportstätten auch nach Olympia an den Mann zu bringen. Deshalb wachsen in diesen Städten die nacholympischen Schulden immer weiter an. Olympia wird zu einem Minusprojekt.
Um den Olympiagegnern also den Wind aus den Segeln zu nehmen, müssen sich die Städte, die in der Zukunft für Olympia bewerben schon von Anfang an um eine Kostenregulierung und ein nachhaltiges Konzept kümmern. Olympia kann so wieder attraktiv werden. Demnach sollten die Werte und Sportler und nicht die tollsten Bauwerke im Mittelpunkt des Interesses stehen.
Olympia ist und bleibt das größte Sportevent auf der Welt. Alle zwei Jahre wird das öffentliche Leben auf der Welt durch die Medaillenjagd der Sportler für einige Wochen geprägt. Millionen sitzen vor den Fernsehgeräten und saugen die olympische Idee in sich auf. Damit dies so bleibt müssen wir: “Zurück in die Zukunft!!!”
Was ist eure Meinung??? Kommentiert bitte diesen Artikel mit euren eigenen Beiträgen.
Damit wir so welche Momente auch in Zukunft genießen können, muss sich die olympische Idee wieder an ihre Wurzeln erinnern.
09. Februar 2010 um 13:30
Jede Antwort hier ist sicher zu kurz. Es ist ein Spagat immer wieder zwischen absolut professionellen Veranstaltungen, die bei Olympia dann auch zwangsläufig einen hohen Kommerz beinhalten und dem Anspruch, der in der Idee begründet liegt. Besonders wichtig erscheint mit, dass alle Verantwortlichen auch tatsächlich diese Werte kennen. Und da es nun einmal tatsächlich dier größte Sportevent ist, sollten diese Werte auch vielseitig dargestellt werden können. Norbert Koch