Ein Schiri zum verlieben

von am 18. Juni 2010

Sportminister der Provinz Mpumalanga zu Besuch im Jugendlager der Sportjugend NRW

Als die wirklich kalte Nacht endlich zu Ende war, waren alle guter Dinge und dies obwohl viele in Jogginghose und Pullover schlafen mussten, um nicht zu erfrieren. Tatsache ist, dass man es in Südafrika als überflüssig empfindet Heizungen in Häusern zu installieren oder zumindest mal die Fenster zu schließen.

Jedoch waren die Strapazen der Nacht recht zügig vergessen, denn heute war es wieder soweit. Das zweite Deutschland Spiel stand an und nach dem glorreichen Spiel gegen Australien waren alle der Überzeugung, dass es heute ähnlich werden würde.
Mit dem Workshop „Auswertungsrunde Südafrika – Land & Leute“ vertrieben wir uns die Zeit bis zum Spiel. Hier redeten wir über die Erlebnisse, die wir in den letzten zwei Wochen im Jugendlager gemacht haben. Zu Hause werden wir zwar viel berichten, aber ein Erfahrungsaustausch kann nur hier unter uns statt finden, da waren wir uns einig. Wir redeten über die Eindrücke, die wir bei unserer Arbeit mit den Schulkindern der White River Primery School oder auch denHIV-Positiven aus dem Waisenhaus gemacht haben.  Andere sprachen über die Südafrikaner, die uns stets kontaktfreudig entgegen traten, oder das Feeling, welches die WM im Fan Park und Stadion mit sich bringt.Während unserer Gesprächsrunde besuchte uns zudem noch der Sportminister der Provinz Mpumalanga, der sich kurzerhand

Vorbereitungen für den Abschlussabend

angekündigt hatte und mit seinen Bodyguards vorfuhr. Im lockeren Gespräch informierte er sich über unser Jugendlager und wünschte  uns für den weiteren Aufenthalt noch alles Gute.

Der aus Zeitmangel mehrmals verschobene 2. Teil des Workshops Capoeira schloss sich direkt an. Aus Blumentöpfen, Pergamentpapier und Kleister wurden Trommelngebaut, die nun einen Tag trocknen müssen, bevor sie zum spielen beim Abschlussabend genutzt werden.

Wir feuern an - Unser Jugendlager im Fanparkelen an unseren Abschlussabend bereit stehen.

Doch um halb eins war es dann endlich soweit. Mit Deutschlandfahnen und geölten Stimmen bewaffnet, brachen wir in den Fan-Park auf.
Die Stimmung war super. Dann kam der Schiri, der die Farbe „gelb“ offenbar zu seiner Lieblingsfarbe auserkoren hatte und bei jeder noch so kleinen Gelegenheit zeigte. Vollends kippte die Stimmung beim Gelb-Rot für Klose und dem kurz danach folgendem Tor der Serben – wir waren sauer und geschockt…
Leider sollte es auch nicht besser werden. So wurde die Hoffnung, die wir uns bis zuletzt am Leben erhielt kläglich enttäuscht. Dazu kam auch der  verschossenen Elfmeter.  Als das Spiel zu Ende war, war es laut im Fan-Park. Die Enttäuschung wurde von Allen zur Schau gestellt.

Den restlichen Tag  verbrachten Einige von uns noch im Fan-Park, um sich noch das nächste Spiel anzusehen, bei dem der Schiri auch nicht wirklich gut pfiff. Die Anderen nutzen die Chance um noch einmal in die Mall zu fahren und letzte Besorgungen zu machen. So dachte der ein oder andere doch noch an Eltern, Geschwister, Freund oder Freundin

Mitzittern beim Deutschlandspiel

und kam bepackt mit Souvenirs wieder zum verabredeten Parkplatz, wo der Bus uns einsammelte.
Der letzte Programmpunkt wird den Sieger des spannenden  Planspiels zur WM 2018 hervorbringen.  Das Resultat werden wir morgen bekannt geben.

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